Ein „Ehrenamt“ im Verborgenen

Michaela Grabner über eine indirekte Leistung für die Allgemeinheit.

Erstellt am 01. März 2018 | 05:00
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Das Seniorentageszentrum in Neutal ist so gut angelaufen, dass man das Angebot bereits ausgeweitet hat. Es ist aber nicht nur eine Bereicherung für die ältere Generation, weil es eine Möglichkeit bietet, der Vereinsamung in den eigenen vier Wänden zu entfliehen, indem man tageweise Aktivitäten mit anderen Senioren machen kann.

Es ist vor allem auch eine Bereicherung für pflegende Angehörige, die dort ihre zu pflegenden Familienmitglieder gut aufgehoben wissen, wenn sie einmal selbst zum Arzt müssen, in Ruhe einkaufen wollen oder einfach mal für ein paar Stunden eine Auszeit brauchen. Aktuell wird in Österreich noch knapp über 50 Prozent der Pflege ganz allein durch pflegende Angehörige abgedeckt, 30 Prozent der Pflegegeldbezieher nehmen mobile Dienste in Anspruch, viele werden aber parallel von Angehörigen versorgt.

Die Angehörigen leisten mit dieser Tätigkeit nicht nur den zu Pflegenden einen wertvollen Dienst, sondern indirekt auch der Allgemeinheit. Denn sieht man es rein rechnerisch, erspart sich die Allgemeinheit so viel Geld. Umso wertvoller für alle sind Einrichtungen wie das Seniorentageszentrum, die die pflegenden Angehörigen unterstützen.