Eine Sache der Gewohnheit. Über das generelle Rauchverbot.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 23. Oktober 2019 (03:32)

Schon in wenigen Tagen, nämlich mit 1. November, gilt in der Gastronomie ein allgemeines Rauchverbot. Auch Gastronomen aus der Region befürchten dadurch finanzielle Einbußen oder auch Schwierigkeiten wie den durch zukünftig im Freien rauchende Gäste ausgelösten Umgebungslärm, für den der Wirt mitverantwortlich ist. Außerdem haben viele Lokalbesitzer in getrennte Bereiche für Raucher und Nichtraucher einiges Geld investiert, die nach der neuen gesetzlichen Regelung nun selbst nicht mehr sind als Schall und Rauch.

Andererseits war die Regelung mit Raucher- und Nichtraucherbereichen in der Realität nicht immer so eine klare. Denn in manchen Lokalen führte der Gang zur Toilette oder sogar der Zugang zum Lokal durch den Raucherbereich oder zumindest der Weg der Speisen von der Küche zum Nichtraucherbereich. Das generelle Rauchverbot ist Garant dafür, dass beim Besuch eines Lokals niemand mehr – vor allem keine Kinder und Jugendlichen – gezwungen ist, „mitzurauchen“. Ein solches generelles Rauchverbot ist mittlerweile in der Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten längst Usus. Gerade Rauchen, hört man oft, sei eine Gewohnheitssache, vermutlich wird es die Zigarette im Freien schon bald ebenso sein.