Eine Stütze für sich selbst (sein). Über Selbsthilfegruppen im Burgenland.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 17. Dezember 2020 (03:45)

45 Selbsthilfegruppen gibt es im Burgenland. Ihnen allen steht seit Kurzem die Oberpullendorferin Eva Tuczay als Vorsitzende vor.

Selbsthilfegruppen sind in doppelter Hinsicht wertvoll, helfen sie doch einerseits den Betroffenen selbst, andererseits aber auch deren Angehörigen mit einer Situation umzugehen, die oftmals anfangs ein Schock ist. Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit Menschen kennenzulernen, die wie man selbst betroffen sind oder Angehörige eines Betroffenen sind. Die Tatsache, dass man ein gemeinsames Schicksal teilt, kann dazu beitragen, Krankheiten zu enttabuisieren, was es für Betroffene leichter macht, Sorgen und Ängste offen auszusprechen. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch kann aber gleichzeitig dabei helfen, von- und miteinander zu lernen.

Dadurch, dass man in der Selbsthilfegruppe ermutigt wird, selbst aktiv zu werden, kann der Besuch einer solchen am Ende des Tages ein Beitrag sein, dass man trotz einer Erkrankung wieder zu mehr Lebensqualität für sich selbst findet. Angebote gibt es in vielen Bereichen. Der wichtigste Schritt zur Selbsthilfe ist, diese auch in Anspruch zu nehmen.