Entschiedenheit als Mittel zum Zweck. Über einen erschütternden Vorfall in Neutal.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 23. Juli 2020 (03:44)

Vandalenakte sind leider auch am Land keine Seltenheit – ausgerissene Blumen, beschmierte Hauswände, Zäune oder Wartehäuschen, zerstörte Bankerl, ... Ein Vorfall in Neutal hat aber für besondere Erschütterung gesorgt und das nicht nur in der Gemeinde selbst. Ein Gemeindebediensteter, der sich der Zerstörungswut jugendlicher Vandalen entgegenstellte, wurde nämlich von diesen so brutal niedergeschlagen, dass er mehrere Tage ins Krankenhaus musste.

Von der Gemeinde wurde nun nicht nur ein Sicherheitsgipfel gemeinsam mit Bezirkshauptmannschaft und Polizei initiiert, sondern auch ein Betretungsverbot für drei öffentliche Plätze verhängt, welches nach Einbruch der Dunkelheit in Kraft tritt und bei Nichteinhaltung Anzeigen nach sich ziehen kann. Eine nicht alltägliche und sicher rigorose Maßnahme, aber Entschiedenheit scheint im Kampf gegen Akte solcher Dimension ein nötiges Mittel zum Zweck zu sein.

Wenn auf der einen Seite nicht einmal mehr vor Gewalttaten zurückgeschreckt wird, kann man auf der anderen auch vor entsprechenden Anzeigen nicht Halt machen, um solchen Vorkommnissen nachdrücklich Einhalt zu gebieten.