Finanzielle Nahversorgung

Über die Schließung von fünf Bankstellen im Bezirk.

Erstellt am 20. November 2019 | 03:51
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Ein Stück Infrastruktur zu verlieren ist für eine Gemeinde immer schmerzhaft – gerade in kleinen Orten, wo eventuell schon andere Einrichtungen wie Schule, Geschäft oder Gasthaus verloren gegangen sind.

So hat die Schließung von fünf Bankstellen im Bezirk für die betroffenen Gemeinden natürlich auch einen bitteren Beigeschmack. Allerdings ist diese Entscheidung bei näherer Betrachtung durchaus nachvollziehbar angesichts des Rückgangs der Kundenfrequenz. So sind jüngst in einer betroffenen Kleinfiliale den ganzen Nachmittag über zwei Mitarbeiter zur Verfügung gestanden, die schlussendlich nur drei Kunden zu betreuen hatten. Man muss kein Finanzexperte sein, um zu berechnen, dass sich das wirtschaftlich nicht gut ausgehen kann.

Ein Service, der aber sehr wohl auch in kleinen Gemeinden oft in Anspruch genommen wurde, das sind Bargeldbehebungen bei Bankomaten. Im Sinne einer finanziellen Nahversorgung wäre es hier interessant, andere Lösungen zu finden, gibt es doch auch schon in manchen Supermärkten oder an manchen Tankstellen Bankomaten. Der einfache Zugang zu Bargeld könnte also ein Service sein, der den Bankenschließungen nicht unbedingt zum Opfer fallen muss.