Gelebte Regionalität beim Online-Einkauf. Über „Osterhasen“, die doppelt schenken.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 02. April 2020 (04:57)

Ungewissheit ist in diesen Tagen ein ständiger Begleiter. Niemand kann sagen, wie lange die corona-bedingten Beschränkungen des täglichen Lebens noch andauern werden, auch wenn es mittlerweile nur mehr einige wenige Unbelehrbare geben dürfte, die die Notwendigkeit strikter Maßnahmen zur Eindämmung des Virus anzweifeln. So sicher wie die Tatsache, dass der Schutz der Menschen oberste Priorität haben muss, so unsicher fühlen sich viele, was ihre Zukunft angeht. Wie in ganz Österreich befinden sich auch im Bezirk die Arbeitslosenzahlen auf Höhenflug. Abgesehen vom Gesundheits- und Pflegebereich, Lebensmittelgeschäften und systemerhaltenden Betrieben sind große Firmen wie Kleinstunternehmer aller Branchen betroffen. Die Gastronomie steht bis auf einige Lieferservice-Angebote de facto still, der Tourismus ebenso. Die Lutzmannsburger Weinbauern haben sogar einen schriftlichen Notruf in Form eines Schreibens an Bund, Land und Landwirtschaftskammer mit der Bitte um Unterstützung abgesetzt, weil ihnen quasi über Nacht der Weinabsatz komplett zusammengebrochen ist. Sie teilen damit wohl das Schicksal vieler kleiner Geschäfte im Bezirk, denen auch das Ostergeschäft quasi zur Gänze verloren geht. Hier kann man in der Region vielleicht insofern unterstützen, als man versucht, online bei regionalen Anbietern einzukaufen.