Gestörte Aktion zerstörte Aktion

Über einen Vandalismus-Vorfall in Raiding.

Erstellt am 11. März 2021 | 03:45

Coronabedingt bewegten sich in den vergangenen Monaten mehr Menschen draußen in der Natur als üblich. Grundsätzlich eine gute Sache, allerdings brachte dieser Umstand leider auch mit sich, dass sich vielerorts noch mehr achtlos weggeworfener Müll an Güterwegen und Waldwegen angesammelt hat als sonst.

Neben der zunehmenden Verschmutzung gab es in Raiding aber zuletzt auch einen Fall von mutwilliger Zerstörung zu beklagen. Unbekannte haben offenbar mit einer Hacke die Fassade der 300 Jahre alten Urbani-Kapelle bearbeitet und diese dabei stark beschädigt.

Erst im August 2011 war die Kapelle nach einer Generalrenovierung neu eingeweiht worden. Im Vorfeld war sogar ein eigener Verein gegründet worden, der sich nicht nur durch freiwillige Arbeit in die Sanierung der Kapelle eingebracht hatte, sondern auch die notwendigen finanziellen Mittel in Höhe von 50.000 Euro in Form von Förderungen und Sponsoren aufgetrieben hatte. Die Vandalen haben mit ihrer Aktion also nicht nur die Schönheit der Kapelle angegriffen und auch einen finanziellen Schaden angerichtet, sondern gleichzeitig auch das stolze Ergebnis der freiwilligen Arbeit vieler idealistischer Menschen zerstört.