Gleichenfeier würde sicher bevorzugt. Über das Warten auf die NMS-Sanierung.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 07. Mai 2020 (04:58)

„Bitte warten!“ – wer schon einmal einige Minuten in einer Telefonwarteschleife festgehangen ist, weiß wie nervig diese zwei kleinen Wörter sein können – selbst dann, wenn man im Grunde dafür Verständnis hat, dass am anderen Ende nicht gleich abgehoben werden kann.

Ähnlich wird es in den vergangenen Jahren wohl auch Lehrern und Schülern der Neuen Mittelschule Oberpullendorf beim Warten auf die ersehnte Sanierung des Schulhauses ergangen sein. Schließlich hatte sich der Direktor bereits im Jahr 2014 mit einem Brief an die Gemeinde gewandt, in dem er Mängel aufgezeigt hatte.

Ob die Sanierung im Juli nun starten kann, hängt von der Zustimmung des Landes zur Finanzierung ab. Die am Tisch liegenden Anbote erfordern einen um zwei Millionen Euro höheren Finanzierungsbedarf als ursprünglich angenommen bei gleichzeitig zu erwartenden Einbußen bei Kommunalsteuer und Ertragsanteilen, deren Höhe schwer einzuschätzen ist.

Dabei hatte die Gemeinde schon zuvor eifrig an der Konsolidierung des Budgets gearbeitet, um das kostenintensive NMS-Projekt finanziell stemmen zu können. Nun müssen die Finanzpläne ein weiteres Mal überarbeitet werden – zum Leidwesen aller. Denn sicher wäre es auch den Gemeindeverantwortlichen lieber, wenn man heuer schon die Gleichenfeier statt – hoffentlich zumindest – dem Baustart feiern könnte.+