Oberpullendorf

Erstellt am 20. Februar 2019, 03:15

von Michaela Grabner

Handel(n) nötig für die Region. Michaela Grabner über den Verlust von Geschäften.

Mit der Schließung der Buchhandlung buchwelten – letzter Verkaufstag ist der 16. März – endet nicht nur ein Kapitel, sondern vielmehr eine Ära. Denn Herta Emmer hatte den Betrieb auf der Oberpullendorfer Hauptstraße 2010 vom Ehepaar Hotz-Behofsits übernommen, das das 1928 gegründete Traditionsunternehmen fünf Jahrzehnte lang geführt hat. Die Stadt verliert damit aber nicht nur ein Stück Tradition, sondern auch einen Frequenzbringer im Zentrum für andere Geschäfte.

In Oberpullendorf konnte man sich in jüngster Vergangenheit zwar über einigen Zuwachs in der Geschäftswelt freuen – die Bäckerei Thurner, den Weinfachhandel Friedl, die Landfleischerei Poor – dennoch schmerzt jede einzelne Schließung. Und wenn selbst eine Buchhandlung trotz Buchpreisbindung – also ohne preislichen Wettbewerb – dem Konkurrenzdruck mit internationalen Onlinehandelsplattformen nicht standhalten kann, wird es für andere Handelsbereiche noch schwieriger sein. Umso mehr sollte man nicht vergessen, dass mit den Geschäften auch Kommunalsteuern und Arbeitsplätze verschwinden und dem kann letztendlich nur durch bewusstes Einkaufen in der Region entgegengewirkt werden.