Idealisten sind rar geworden

Über die Synergie-Effekte einer nicht alltäglichen Feuerwehr-Fusion.

Erstellt am 08. Oktober 2020 | 03:45
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Ein Dach teilen sich die Feuerwehren Deutschkreutz und Girm schon seit der Eröffnung ihres neuen gemeinsamen Feuerwehrhauses im Jahr 2014. 2016 wurde dann das erste Kommandofahrzeug des Burgenlandes eingeweiht, das von zwei Wehren genutzt wird. Und in Zukunft wird man sich auch ein Kommando teilen, denn die Kameraden haben sich einhellig für eine Fusion der beiden Wehren ausgesprochen. Anders als bei anderen Zusammenlegungen von vor allem kleineren Wehren, ist diese Fusion kein Fall von mangelnden personellen Ressourcen.

Im Gegenteil: die personelle Schlagkraft beider Wehren ist groß. Diesen geht es vielmehr um eine Verwaltungsvereinfachung. Obwohl man Einsätze, Inspizierungen und Jahreshauptdienstbesprechungen schon länger gemeinsam absolvierte, gab es immer den zweifachen Verwaltungsaufwand. Aber nicht nur den erspart man sich in Zukunft, sondern auch die Besetzung eines Kommandantenposten, nachdem die Feuerwehr Deutschkreutz/Girm ab 2021 ja unter einem gemeinsamen Kommando steht. Es wird nämlich ohnehin immer schwieriger, Idealisten zu finden, die sich freiwillig an die Spitze stellen und Verantwortung übernehmen. Ein Schicksal, das die Feuerwehr mit vielen Vereinen teilt, wobei die Verantwortung bei der Feuerwehr doch noch einmal eine höhere ist, weil es dort in vielen Situationen auch um Menschenleben gehen kann.