In der Schule fürs Leben lernen. Michaela Grabner darüber, was beim „Distant Learning“ auf der Strecke bleibt.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 16. April 2020 (03:13)

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir, heißt es. In Zeiten des durch die Corona-Krise bedingten e-Learnings wird umso deutlicher, dass reine Wissensvermittlung über das Internet bis zu einem gewissen Grad funktionieren mag – vor allem im Oberstufen- und Hochschulbereich. Dass der alleinige Fernunterricht jedoch nur eine Notlösung sein kann, darüber sind sich schon nach den ersten Wochen alle Beteiligten am Gymnasium Oberpullendorf einig.

Ihr Fazit: Die Schule ist nicht allein Wissensvermittlerin, sondern auch Stätte sozialer Bildung und zwischenmenschlicher Interaktion. Aber wie der englische Begriff „distant learning“ („Lernen auf Distanz“) es schon treffend andeutet, bleibt damit genau eines auf der Strecke, nämlich diese zwischenmenschlichen Beziehungen, mit denen man im normalen Schulbetrieb tagtäglich konfrontiert ist und wodurch ein respektvoller, verantwortungsvoller und wertschätzender Umgang mit Mitschülern und Lehrern gelernt wird. Der schulische Alltag schult nämlich auch die Fähigkeit, sich selbst und andere wahrzunehmen und das eigene Handeln und dessen Auswirkungen auf andere zu reflektieren sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam konstruktiv zusammenzuarbeiten. So lernt man in der Schule fürs Leben.