Jeder Gast ist ein Gewinn. Über ein unaufholbares Minus und die trotzdem unermüdliche Arbeit dagegen.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 15. Oktober 2020 (03:45)

Corona hat dem Höhenflug des Tourismus im Mittelburgenland ein jähes Ende bereitet. Im Jahr 2016 wurden dank eines tollen Plus von 15 Prozent erstmals nach 2008 wieder über 300.000 Nächtigungen im Bezirk verzeichnet – seither hat man sich wieder gut über der 300.000er-Marke etabliert.

Nachdem man im Jahr 2019 über ein Plus von 3,4 Prozent bei den Nächtigungen jubeln konnte, hinkt man im heurigen Jahr trotz eines guten Sommers aktuell um etwa 40 Prozent den Übernachtungszahlen aus dem Vorjahr hinterher. Aber wenn ein Betrieb von zwölf Monaten im Jahr ein Viertel der Zeit geschlossen haben muss, dann ist ein Minus gegenüber dem Ergebnis des Vorjahres quasi vorprogrammiert. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die Touristiker das Minus bei den Übernächtigungen im Mittelburgenland, das nach dem coronabedingten Lockdown entstanden ist, als unaufholbar einstufen.

Allerdings steckt man seitens des Tourismusverbandes deswegen nicht den Kopf in den Sand, sondern stattdessen für den Rest des Jahres alle Kraft in verschiedene Marketingaktivitäten. Denn schlussendlich ist jeder Gast ein Gewinn, weil er den Nächtigungsverlust ein kleines Stückchen schmälert.