Jetzt gibt es nichts mehr zu meckern. Alfred Wagentristl über den starken Hallenauftritt der SVM Amateure.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 28. Dezember 2016 (15:19)

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ – unweigerlich zum Start der Fußball-Hallensaison muss man an den Hollywoodfilm denken, bei dem sich Ereignisse regelmäßig und scheinbar unaufhörlich wiederholen. Im Falle des Hallenkicks geht es um die Wiederholung der „Meckerei“. Fans bemängeln, dass dieser Fußball angeblich nicht mehr anzuschauen ist, nur mehr Zweikämpfe zu sehen sind und überhaupt früher alles besser war.

Dass das Spiel mit dem runden Leder früher deutlich langsamer war und die Kicker sicher nicht so viele taktische Vorgaben mit aufs Parkett bekommen haben wie heute, ist Fakt. Dass aber früher gar so „gezaubert“ wurde und heute nur mehr Zweikämpfe das Spiel bestimmen, stimmt nicht. Auch in den 80ern, in Zeiten gut besuchter Stadthallen-Turniere, wo etwa die Austria unbestritten mit Herbert Prohaska und Co. brillante Hallenkicker hatte, war nicht alles Gold, was glänzte.

Auch damals standen viele „rustikale“ Kicker am Parkett. Die SVM Amateure ließen bei ihrem souveränen Sieg beim Hallencup in Steinbrunn kaum Wünsche offen. Christoph Halper und Co. verwöhnten Fußballfans mit hohem Tempo, großartigen Tricks und tollen Toren. Hallenkönig „Schneckerl“ Prohaska hätte seine Freude gehabt — Josef Sara oder Robert Pecl sowieso …