Kein Wundermittel gegen Ärztemangel. Michaela Grabner über die „Unterbesetzung“ im Krankenhaus.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 12. Oktober 2016 (10:15)

In Diskussionen über die Zukunft des Gesundheitssystems fällt immer wieder das Thema „drohender Ärztemangel“. Doch eigentlich sind die Auswirkungen längst spürbar. Während nur mit Mühe Nachfolger für pensionierte Gemeindeärzte gefunden werden, kämpft man derzeit auch im Oberpullendorfer Spital mit unbesetzten Stellen.

Dass man die Primariate der Chirurgie und der Internen wieder prominent besetzt hat, war ein erster wichtiger Schritt, dem entgegenzuwirken. Denn junge Ärzte werden lieber in ein Spital gehen, wo sie von renommierten Kollegen etwas lernen können.

Das allein wird aber nicht reichen. Es wird mehrere Maßnahmen benötigen, um hier zu einer Besserung der Situation beizutragen. So werden beispielsweise Rahmenbedingungen im Bildungssystem geschaffen werden müssen, dass dieses mehr Mediziner „produziert“.

Es braucht Anreize, um kleinere Spitäler und den niedergelassenen Bereich attraktiver zu machen. Und es sollte eine Entbürokratisierung erzielt werden, damit vorhandene Ärzte mehr Zeit für die eigentliche medizinische Arbeit haben. Das „eine einzige“ Wundermittel gegen den Ärztemangel gibt es aber genauso wenig wie Gesundheit auf Rezept.