Keinen Weg zum Ziel auslassen. Michaela Grabner über mehr Sicherheit auf den Straßen.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 01. August 2018 (08:59)

Dass der Bezirk Oberpullendorf in den vergangenen fünf Jahren jener gewesen ist, der nach Neusiedl die zweitmeisten Verkehrstoten zu beklagen hatte, dürfte doch für viele überraschend sein.

Denn im Gegensatz zu anderen Bezirken führt nicht einmal eine Autobahn durchs Mittelburgenland. Dennoch kamen allein im Vorjahr vier Menschen auf Straßen im Bezirk ums Leben. Wie der Verkehrsclub Österreich in einer Aussendung betreffend Todesopfer bei Verkehrsunfällen richtig feststellt, kann es in der Verkehrssicherheit eigentlich nur ein einziges Ziel geben: Keinen tödlichen Verkehrsunfall.

Dieses endgültig zu erreichen ist zwar unmöglich, aber dennoch darf man keinen Weg zu diesem Ziel unversucht lassen. Hier ist man gefordert über gesetzliche, bauliche und bewusstseinsbildende Maßnahmen nachzudenken. Eine der Hauptunfallursachen ist Ablenkung.

Jeder dritte Verkehrsunfall ist darauf zurückzuführen, denn Ablenkungen wie Telefonieren, einen Radiosender suchen oder etwas Heruntergefallenes aufzuheben, führen zu freihändigem Fahren oder das Zurücklegen vieler Meter im „Blindflug“. Hier ist jeder Verkehrsteilnehmer gefragt, sich selbst an der Nase zu nehmen und nicht nur sein Fahrzeug, sondern auch seine Aufmerksamkeit in die richtige Richtung zu lenken.