Kinderleicht und schwer. Über die Notwendigkeit gelebter Disziplin gegen Corona.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 25. März 2020 (03:56)

„Wann ist der Corona-Virus endlich vorbei?“ – diese Frage stellen die zwei älteren meiner drei Töchter (8 und 6 Jahre) und hin und wieder sogar die kleinste (3,5 Jahre) mindestens gefühlte fünfzig Mal am Tag. Sie verstehen zwar nicht genau, was gerade vor sich geht, aber die Auswirkungen fühlen sie vielleicht sogar deshalb umso stärker. Obwohl ihnen klar ist, dass man derzeit zu Hause bleiben muss, ist es hart, dass man nicht mehr in den Kindergarten oder die Schule darf. Dass man die Freunde aus der Nachbarschaft, mit denen man sonst fast täglich draußen spielt, nicht treffen kann. Dass Oma und Opa plötzlich nicht mehr mehrmals die Woche auf Besuch kommen. Dass man nicht in den Zoo oder Familypark fahren kann. Oder dass Ostern heuer nicht mit Großeltern, Onkeln und Tanten gefeiert werden kann. Durchhalten heißt die Devise für die Kleinen wie die Großen. Es ist sicher schwer und eigentlich irgendwie doch auch kinderleicht: Je disziplinierter die Menschen sind, umso rascher wird die Krise vorbei sein.