Klein halten statt klein beigeben. Über schwere Zeiten für den heimischen Tourismus.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 06. August 2020 (03:45)

Das erste Halbjahr im Tourismus fiel fast zur Gänze der coronabedingten „Zwangspause“ für Tourismusbetriebe zum Opfer. So hatte beispielsweise der Leitbetrieb die Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau von 13. März bis 30. Juni geschlossen. Dabei ist Lutzmannsburg nicht nur die drittstärkste Tourismusgemeinde des Landes, sondern dort finden auch in etwa 80 Prozent der Nächtigungen der gesamten Region statt. Das Minus von 59 Prozent bei den Nächtigungen in der Region im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (Artikel Seite 9) ist also wenig überraschend.

Seitens des Tourismusverbandes Lutzmannsburg Mittelburgenland zeigt man sich vorsichtig optimistisch für den Sommer, da die Buchungslage für den Juli in vielen Beherbungsbetrieben eine gute sei. Wie lange das so bleibt, scheint angesichts der österreichweiten Entwicklung an Covid-19-Neuinfektionen ungewiss. Sicher ist wohl leider nur, dass auch am Ende des heurigen Tourismusjahres ein Minus in der Nächtigungsstatistik stehen wird. Jetzt geht es darum, dieses möglichst einzudämmen.