Krematorium bleibt Zündstoff. Über die Bürgerversammlung in Deutschkreutz.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 06. November 2019 (03:25)

Wie nicht anders zu erwarten, gingen bei der Bürgerversammlung in Deutschkreutz, in deren Mittelpunkt das geplante Krematorium stand, die Wogen hoch. Die Gegner hatten vor allem Bürgermeister Manfred Kölly im Visier, dem sie vorwerfen, das Projekt gegen den Willen der Bürger realisieren zu wollen. Dieser wiederum interpretiert, dass von 3.000 Deutschkreutzern in etwa rund 250 bis 300 anwesend waren, so, dass die anderen kein Interesse am Projekt haben, also diesem quasi zumindest gleichgültig gegenüberstehen.

Andererseits wurden bislang keine Stimmen aus der Bevölkerung laut, die sich ausdrücklich für die Errichtung eines Krematoriums in Deutschkreutz stark gemacht haben. Umso deutlicher machten sich hingegen in den vergangenen Wochen und auch bei der Bürgerversammlung die Gegner des Projekts bemerkbar. Diejenigen, denen das Projekt wurscht ist bzw. die dagegen sind, sind also sicher in der Mehrheit.

Von den Gegnern darauf angesprochen, ob er bereit sei, bei einem Ausstieg mitzuwirken, hat Kölly darauf verwiesen, dass er im Gemeinderat mitgestimmt habe, als es um Gespräche und Verhandlungen mit der Firma ging. Wenn er das vielfach geforderte Aus des Krematoriums unterstützen würde, könnte er politisch also wohl nur gewinnen.