Mehr Fairness in Zukunft gefragt. Didi Heger über den raueren Ton am Transfermarkt.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 07. Februar 2018 (10:25)

Am gestrigen Dienstag schloss das Transferfenster für die Frühjahrssaison 2018. Etliche Vereine waren bis zur buchstäblich letzten Sekunde bemüht Verstärkungen für ihre Teams zu finden. Grundsätzlich verlief diese Periode, was Sensationen betrifft, nicht viel aufregender als jene in den vergangenen Jahren. Allerdings wurde der Ton hinter den Kulissen - sprich zwischen Vereinen und Spielern - deutlich rauer. Zum einen kommen die Akteure, vor allem in den unteren Klassen, immer häufiger mit sehr späten Wechselwünschen, welche von den Vereinen dann nicht mehr erfüllt werden. Das sorgte doch in vielen Fällen für Unmut. Da müssen sich die Spieler allerdings selbst bei der Nase nehmen.

Zum anderen wurde von einigen Funktionären nicht ganz fair „gespielt“. Für Spieler, die vom Verein die „Rote Karte“ bekamen, also aus dem Kader eliminiert wurden, sollten noch Transfererlöse generiert werden, was ja im Profifußball zum täglichen Geschäft zählt. Im Amateurbereich liegt die Sachlage natürlich ganz anders. Die Spieler, auch wenn sie teilweise nicht schlecht entlohnt werden, gehen ihrem Hobby nach und sollten bei der Ausübung dessen nicht gehindert werden.

Beide Seiten sollten daher Verständnis für die jeweils andere aufbringen und in Zukunft wieder mehr Rücksicht auf deren Interessen nehmen.