„Meistermacher“ verlässt Spielfeld. Über Norbert Darabos‘ „politischen Abschied“.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 10. April 2019 (03:22)

Mit der Übergabe seiner Funktion als SPÖ-Bezirksparteivorsitzender hat Norbert Darabos, auch wenn er nach wie vor Ortsparteivorsitzender von Kroatisch Minihof ist, zumindest das Spielfeld der obersten politischen Ligen nun endgültig verlassen. In seinen 32 Jahren in der Politik hat Darabos in sehr vielen unterschiedlichen politischen Rollen – sei es als Minister oder sei es als Landesrat – versucht, das Mittelburgenland voranzubringen und sich in jüngerer Vergangenheit beispielsweise eingebracht, wenn es um den Krankenhaus-Standort Oberpullendorf, den Ausbau der Sonnentherme Lutzmannsburg oder den Sicherheitsausbau der S31 gegangen ist.

Mit seinen Erfolgen als Wahlkampfleiter hat Darabos aber weit über die Bezirks- und Landesgrenzen hinaus sozialdemokratische Parteigeschichte geschrieben. So hat er mit den von ihm ausgeklügelten Wahlkampagnen quasi Hans Niessl zum Landeshauptmann, Heinz Fischer zum Bundespräsidenten, und Alfred Gusenbauer sowie Werner Faymann zum Bundeskanzler gemacht und ist damit gerade in für die Sozialdemokratie schwierigen Zeiten – Stichwort Bank Burgenland-Skandal oder schwarz-blaue Bundesregierung – zum „Meistermacher“ geworden.