Mit dem See nicht baden gehen. Über die Überlegungen zur Zukunft des Naturbadesees Markt St. Martin.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 09. Oktober 2019 (03:42)

Obwohl die Temperaturen langsam eher Richtung Null Grad sinken, denkt man in Markt St. Martin derzeit schon an die nächste Badesaison. So hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über die Zukunft des Naturbadesees beraten. Ein Interessent ist nämlich an die Gemeinde herangetreten, der den Naturbadesee samt benachbarten Campingplatz von der Gemeinde pachten und anschließend betreiben möchte. Die Firma würde vertraglich garantieren, dass der Naturbadesee auch künftig als Badeanstalt geöffnet bleibt.

Schwimmbäder und Badeseen sind für Gemeinden im Normalfall ein Luxus, den man sich bzw. eigentlich den Gemeindebürgern für ihre Freizeitgestaltung gönnt. Denn kaum ein Freibad macht Gewinne.

Da ist auch der Naturbadesee Markt St. Martin keine Ausnahme. Auch hier verzeichnet man jährlich einen finanziellen Abgang. Und doch muss man andererseits eigentlich ständig damit rechnen, für diverse Instandhaltungsmaßnahmen wieder in die Anlage investieren zu müssen. Zudem würden bei einem Betrieb des Badesees durch eine externe Firma auch die Personalkosten für die Gemeinde wegfallen, so dass sich für die Gemeinde allein aus diesen Überlegungen eine Verpachtung des Sees wohl auszahlen wird.