Muss der Storch in den Süden ziehen?

Über eine laufende Diskussion um die Oberpullendorfer Geburtenstation.

Erstellt am 28. Januar 2021 | 02:33

Die Geburtenstation am Krankenhaus Oberpullendorf sah sich in Vergangenheit schon öfter von einer Schließung bedroht – nicht zuletzt wegen der im Vergleich zu anderen Häusern überschaubaren Anzahl von Geburten. Andererseits ist es gerade diese nahezu heimelige und familiäre Atmosphäre, die gemeinsam mit dem Kinderwunschzentrum der Oberpullendorfer Geburtenstation den guten Ruf eingebracht hat, den sie über die Bezirksgrenzen hinaus hat.

Nun gibt es im Zuge der Ausarbeitung des Regionalen Strukturplans Gesundheit Diskussionen um eine Verlagerung der Geburtshilfe von Oberpullendorf nach Oberwart – unter anderem unter dem Sicherheitsaspekt, da dort ebenso wie am Schwerpunktkrankenhaus Eisenstadt eine Neonatologie vorhanden ist. Eine Tatsache, die nicht von der Hand zu weisen ist ebenso wenig wie jene, dass in Österreich auch mehr als zwei Dutzend andere Kliniken Geburtshilfe anbieten, ohne gleichzeitig eine Abteilung für Kinderheilkunde vorzuhalten. Mit der Geburtenstation ginge dem Krankenhaus Oberpullendorf jedenfalls eines seiner Aushängeschilder verloren.