Neues Leben in „alten Mauern“. Michaela Grabner über die neuen Wohnungen im Grenzgebäude Rattersdorf.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 14. Februar 2018 (12:15)

Es gibt sie in jeder Gemeinde: Ältere leer stehende Gebäude, vor allem in den Ortszentren. Dass es eine große Herausforderung ist, diese einem neuen Zweck zuzuführen zeigen Initiativen einzelner Gemeinden wie sogenannte Ortskernförderungen oder Sanierungszuschüsse für Altbausanierungen durch die öffentliche Hand.

In Rattersdorf ist nun schon seit Jahren das vormals im Besitz der Republik Österreich befindliche Grenzgebäude leergestanden. Der gesamte erste Stock des dreigeschossigen Gebäudes, das eine Gesamtnutzfläche von über 1.000 Quadratmeter hat, war an die Polizei vermietet gewesen, bevor die Grenzpolizeiinspektion geschlossen wurde.

Nun haben sich zwei private Investoren gefunden, die das Gebäude gekauft haben und dort neue Wohnungen schaffen. Bis zum Sommer werden zwölf, im Endausbau sollen sechzehn Wohnungen entstehen. Für eine Ortschaft wie Rattersdorf bedeutet dies einen gewaltigen Impuls, weil Raum für zahlreiche neue potenzielle Einwohner geschaffen wird. Gleichzeitig wird damit verhindert, dass ein riesiges Gebäude in der Ortschaft dem Verfall preisgegeben wird.