(Nicht) Alles für die Katz‘. Michaela Grabner über einen Beitrag zum Tierschutz.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 19. Dezember 2018 (04:38)

Dass die Dörflerin Bianca Heisinger bei über 60 Bewerbungen einen von drei Bundestierschutz-Preisen einheimsen konnte, ist nicht nur eine Anerkennung ihres Einsatzes, sondern auch des Projekts an sich, für das sie sich engagiert (Artikel Seite 28). Heisinger ist seit drei Jahren ehrenamtlich für ein Katzen-Kastrationsprojekte im Bezirk tätig und hat bereits über 600 Katzen eingefangen und zum Tierarzt gebracht, um diese kastrieren und anschließend wieder frei zu lassen.

Je flächendeckender diese Kastrationsmaßnahmen erfolgen, um so besser wird es gelingen, die Vermehrung von Streunerkatzen – Katzen können zwei bis drei Mal im Jahr werfen – einzudämmen und damit aus einem Teufelskreis auszubrechen, der für die Tiere viel Leid mit sich bringt. Denn Streunerkatzen leiden oft an Hunger und bedingt durch die Hygienebedingungen auch an Krankheiten. Sie sind zudem, weil sie als Plage empfunden werden, oft auch mit Tötung bedroht. Es ist sicher nicht jedermanns Sache, dem tierisch tollen Beispiel von Bianca Heisinger zu folgen und seine ganze Freizeit dem Tierschutz zu widmen, um hunderte herrenlose Katzen einzufangen. Aber wenn man die eigene Katze kastrieren lässt oder herrenlose Katzen meldet, kann jeder seinen Beitrag in Sachen Tierschutz leisten.