Nicht jeder Müll ist auch Mist. Über die Gewinnung von Wertstoffen aus Abfällen.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 19. Juni 2019 (03:37)

Nur 30 Prozent dessen, was im Sperrmüllcontainer landet, ist laut Analysen des Müllverbands tatsächlich Sperrmüll. Der Rest sind zum Beispiel Bauschutt, Altholz und Verpackungsmaterialien aber auch viele Wertstoffe.

Diese in möglichst hohem Maße einem Recycling zuzuführen ist Ziel des Müllverbandes. Um dieses zu erreichen, möchte man die Strukturen professionalisieren, indem man regionale Abfallsammelstellen für mehrere Gemeinden schafft, die vom Umweltdienst betrieben werden. Geplant sind rund 30 bis 35 solcher Zentren im Land, im Bezirk werden es 4 bis 5 sein. Die Standortfrage soll noch heuer geklärt werden. Während es einerseits Gemeinden gibt, die sich eine solche Abfallsammelstelle wünschen, gibt es auch andere, die einem Standort in der eigenen Gemeinde ablehnend gegenüber stehen.

Als einen möglichen hatte man eine als Bauland Betriebsgebiet gewidmete Fläche in Langeck ins Auge gefasst, was aber von der Bevölkerung nicht goutiert wurde. Andererseits gibt es aus anderen Bundesländern wie Oberösterreich oder Steiermark Beispiele, wo in der Bevölkerung hohe Zufriedenheit mit solchen Abfallsammelstellen, nicht zuletzt aufgrund kundenfreundlicherer Öffnungszeiten und mehr Service, herrscht.

Breite Zustimmung besteht indes generell, was die Notwendigkeit betrifft, Wertstoffe im Müll besser zu verwerten. Denn bei weitem nicht alles, was weggeworfen wird, ist auch Mist.