ÖVP hat nichts mehr zu verlieren. Michaela Grabner über die Wahlwiederholung in Deutschkreutz.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 12. September 2018 (05:00)

Die Liste Burgenland ist mit 36,9 Prozent der Stimmen rechnerisch gesehen der Wahlsieger, doch unterm Strich war die Wahlwiederholung eigentlich nur für die ÖVP ein Gewinn. Denn die „Türkisen“ rund um Andreas Kacsits, die die Wahlwiederholung ins Rollen gebracht hatten, indem sie das Ergebnis von 2017 wegen auffälliger Stimmzettel angefochten hatten, konnten sowohl bei der Gemeinderatswahl (+7,2 Prozent) als auch bei der Bürgermeisterwahl (+12,6 Prozent) zulegen.

Sie luchsten der LBL ein Mandat ab und schafften es in die Stichwahl um den Bürgermeistersessel. Auf diesen fehlte dem amtierenden Bürgermeister Manfred Kölly im ersten Wahlgang allerdings nur mehr ein einziges Prozent, wenngleich Andreas Kacsits gegenüber der Bürgermeisterwahl im Vorjahr 278 Stimmen zusätzlich auf sich vereinen konnte.

Die eigentliche Herausforderung für beide Kandidaten wird es sein, neben jenen die nicht oder ungültig gewählt haben, vor allem die 21,3 Prozent der SPÖ-Wähler zu überzeugen. Die ÖVP hat dabei eigentlich nichts mehr zu verlieren, denn sie hat ihre beiden Wahlziele – Gewinn eines Mandats und Einzug in die Stichwahl um den Bürgermeister – bereits erreicht.