(Platz)-Not macht erfinderisch

Erstellt am 21. März 2018 | 09:54
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Michaela Grabner über neue Wege in der Kinderbetreuung.

Ungewohnte Wege geht man in Unterrabnitz-Schwendgraben in puncto Kinderbetreuung. Die Gemeinde will allen Eltern und Kindern, die eine Betreuung wollen, eine solche ermöglichen. Daher hat man nun das Engagement einer Tagesmutter als Plan B beschlossen.

Denn bei der Bereitstellung von ausreichend Kindergartenplätzen stellt für die Gemeinde die im Gesetz definierte Gruppenhöchstzahl von 25 Kindern in Kombination mit den Räumlichkeiten des Kindergartens, wo es nur einen Gruppenraum gibt, eine Hürde dar. In den vergangenen Jahren konnte man dieses „Dilemma“ durch eine provisorische zweite Gruppe im Vereinshaus lösen, aber die Frist dafür läuft aus.

Ein Zubau wäre eine langfristige aber schier unfinanzierbare Lösung für die Gemeinde, zumal man auch künftig nur zwei bis vier Kinder über dem Limit liegt. Mit ein Grund dafür ist, dass laut Gesetz Kinder zwischen 2,5 und 3 Jahren für die Ermittlung der Gruppenhöchstzahl eineinhalbfach zählen.

Diese Rechtsgebung zielt sicher aufs Wohl der Kinder ab, um ihnen Freiräume zu geben. In dem Fall engt sie aber die Gemeinde in ihrem Handlungsspielraum ein, die ihr bestmögliche Betreuung zu bieten.