Prävention wäre am wichtigsten

Michaela Grabner über den Personalengpass im Spital und im Gesundheitssystem generell.

Michaela Grabner
Michaela Grabner Erstellt am 21. Dezember 2016 | 04:05
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Der Personalengpass auf der Internen Abteilung im Oberpullendorfer Krankenhaus sorgt aus Patientensicht sicher für Verunsicherung und ist für einzelne vielleicht auch mit Unannehmlichkeiten verbunden. Allerdings ist das Krankenhaus Oberpullendorf mit dieser Personalsituation alles andere als ein medizinischer Einzelfall, sondern diese ist vielmehr symptomatisch dafür, dass es im Gesundheitssystem krankt.

Manche Experten sehen im diagnostizierten Ärztemangel zwar eher ein Problem der Verteilung, die unerwünschten Nebenwirkungen bleiben gerade im ländlichen Raum aber die gleichen. Der niedergelassene Bereich, also die Hausarztpraxen und Fachärzte, sowie der Spitalsbereich teilen dieses Schicksal. Wenn man mit sechs Personalagenturen nach neuen Medizinern für das Oberpullendorfer Spital sucht und zur Überbrückung eine KRAGES-interne Kooperation aufgestellt hat, kann man den Verantwortlichen nicht vorwerfen, dass man nicht auf die Situation reagiert. Wichtiger noch wäre es aber, präventiv tätig zu sein. Dazu wird es neuer Rahmenbedingungen für das Gesundheitssystem brauchen und für diese hat noch niemand ein Patentrezept gefunden.