Preisfrage Krematorium. Über die neuesten Entwicklungen zum Projekt in Deutschkreutz.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 18. September 2019 (03:07)

Die Gründung einer Bürgerinitiative, ein Einspruch der Nachbargemeinde Horitschon, hitzige Diskussionen im Gemeinderat, der Beschluss einer Volksbefragung, deren Rechtmäßigkeit vom Land geprüft wird, und zuletzt ein Beitrag in der Fernsehsendung „Bürgeranwalt“. Seit Bekanntwerden der Pläne für ein Krematorium in Deutschkreutz, für das es bereits einen positiven Baubescheid gibt, sorgt dieses für Zündstoff.

Die gegründete Bürgerinitiative möchte den Bau mit allen Mitteln verhindern, weil man der Ansicht ist, dass ein Krematorium einfach nicht eine Tourismus- und Weinbaugemeinde wie Deutschkreutz passt und auch die Gemeinde aus dessen Ansiedelung keinen höheren Nutzen zieht.

Bei der Bürgeranwalt-Sendung am Samstag haben die Betreiber nun grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, dass sie von ihren Plänen Abstand nehmen, sollten sie die ihnen bislang erwachsenen Kosten für den Standort erstattet bekommen. Die Rede ist von 150.000 Euro. Fragt sich nur ganz in der Diktion eines bekannten Schlagers „Wer soll das bezahlen?“ Das Krematorium könnte somit also im wahrsten Sinn des Wortes zu einer Preisfrage für Deutschkreutz werden.