Respekt einem Traditionsklub. Über Antaus Weg, der heuer auch sportlich Früchte tragen könnte.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 15. Oktober 2020 (01:45)

Seit 90 Jahren gibt es den SV Antau. In Glanzzeiten spielte der Verein in der Burgenlandliga und war 2001 sogar BFV-Cupsieger. Fußball hatte also (fast) immer Tradition in der 750-Seelen-Gemeinde. Auch wenn es im vergangenen Jahrzehnt immer stiller um den SVA wurde, der sportlich eine Talfahrt hinlegte, die sogar mit der Einstellung des Spielbetriebs im Sommer 2015 endete.

Pausiert wurde aber nur eine Saison. Dann ging es im Rupa-Stadion ganz unten, sprich in der 2. Klasse Mitte, weiter, wo man mittlerweile die fünfte Saison seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs kickt. Junge Antauer schlüpften nicht nur in die Spielerrolle, sondern auch in jene der Funktionäre, um den Verein zu stärken. Von Beginn an stand im Fokus: Großteils einheimische Kicker sollen am Feld stehen, der Sportplatz soll wieder zum Treffpunkt in Antau werden. Sportlich nahm man sich zunächst gar nicht allzu viel vor, wichtig war dem Antauer Weg treu zu bleiben.

Heuer will man aber ganz vorne mitmischen. Das klappt aktuell hervorragend. Die Bilanz: Sechs Spiele, sechs Siege — alles mit überwiegend einheimischen Spielern und ohne Legionäre. Auch wenn es nur die letzte Klasse ist: In Antau erinnert man sich nun ansatzweise an einstige goldene Zeiten zurück. Viel wichtiger ist jedoch, dass es den Verantwortlichen tatsächlich gelungen ist, den Verein nachhaltig wiederzubeleben. Das verdient Respekt.