Schwierige Aufgabe für die Politik

Michaela Grabner zum Thema Schulzusammenlegungen versus Standorterhaltung.

Michaela Grabner
Michaela Grabner Erstellt am 03. Mai 2017 | 05:32
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Themen rund um die Schule werden immer sehr kontroversiell diskutiert. In Frankenau-Unterpullendorf hat man nun einen Arbeitskreis gebildet (siehe unten), der sich mit einer möglichen Zusammenlegung der beiden Volksschulen beschäftigen soll.

Während in anderen Orten aufgrund der gesetzlich definierten Schülerzahlen quasi eine „gesetzliche“ Auslese stattgefunden hat und viele kleinere Schulen in Ortsteilen schließen mussten, könnte man in Frankenau-Unterpullendorf aufgrund des Minderheitenschulgesetzes beide Schulstandorte erhalten.

Gründe wie Wirtschaftlichkeit oder eine dadurch mögliche bessere Infrastruktur sprechen für eine Zusammenlegung. Andere, wie das kleine Orte damit eine wichtige Infrastruktur und ein Element der Identitätsstiftung und Kultur verlieren, dagegen. In Großwarasdorf hat man es schon geschafft, die Schulzusammenlegung umzusetzen, während man in anderen Gemeinden mit mehreren Schulen allein mit lauten Gedanken zu diesem Thema für Protest sorgt. Eine Aufgabe für die Politik, für die es in jeder Gemeinde wohl eine individuelle Lösung geben muss. Das beste Zeugnis wird man bekommen, wenn die Wünsche der Eltern berücksichtigt werden.