Trainerkarussell nimmt Fahrt auf. Thomas Prunner über das äußerst schnelllebige Trainergeschäft.

Von Thomas Prunner. Erstellt am 03. Oktober 2018 (10:26)

Wenn die Leistung auf dem Platz nicht mehr stimmt, gibt es häufig nur eine Konsequenz: Ein neuer Trainer muss her. So sieht das Krisenmanagement im Fußball üblicherweise aus. Erfolg oder Misserfolg an einem Mann aufzuhängen ist zwar alles andere als fair, aber trotzdem gelebte Praxis.

Ganz egal ob auf internationaler Ebene oder im Unterhaus – die Trainer müssen als Sündenböcke herhalten. Bestes Beispiel: Die Entlassung von Rapids Goran Djuricin am vergangenen Samstag. Aber auch auf den Sportplätzen unseres Bezirkes hat sich im Herbst schon einiges getan. Vor drei Wochen nahm Steinberg-Trainer Didi Heger den Hut, vorige Woche Deutschkreutz-Coach Roman Fennes und vor wenigen Tagen folgte Neckenmarkts Alex Martna.

Das Trainerkarussell beginnt sich also allmählich zu drehen. Warum? Weil die Übungsleiter ganz einfach das schwächste Glied der Kette sind. Ein ganzes Team wegen Sieglosigkeit umbauen oder gar austauschen? Geht nicht, vor allem nicht im Amateurbereich. Bleibt als Option also nur mehr der Trainerwechsel.

Von den neuen Coaches werden dann oft Wunder erwartet. Zauberer ist zwar keiner, aber der sogenannte „Trainereffekt“ kann neuen Schwung in die Mannschaft bringen. Ungeachtet der tatsächlichen Erfolgsquote: Alleine die Aussicht darauf ist im schnelllebigen Fußballgeschäft verlockend.