Zahlen sprechen für sich. Über den Anstieg bei den Flüchtlingsaufgriffen im Bezirk.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 04. März 2021 (03:45)

79,5 Millionen Menschen sind laut UNO-Flüchtlingshilfe weltweit auf der Flucht. Zumeist sind es Krieg und Gewalt, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen, jedoch können laut UNO-Flüchtlingshilfe die Gründe für eine Flucht sehr unterschiedlich sein wie etwa Hunger, Naturkatastrophen oder Diskriminierung und Verfolgung aus ethnischen, religiösen oder geschlechtsspezifischen Gründen.

Polizei und Bundesheer haben in den vergangenen Tagen wieder 83 Flüchtlinge im Mittelburgenland aufgegriffen, das sich neben dem Bezirk Neusiedl zu einem Hotspot puncto Flüchtlingsthematik entwickelt hat. 83 Flüchtlinge in einer Woche sind beinahe gleich viele wie im gesamten Jahr 2019, wo 85 Aufgriffe und drei Festnahmen von Schleppern vermerkt wurden. Schon 2020 war ein deutlicher Anstieg an Aufgriffen von Schleppern und Geschleppten mit 457 Flüchtlingen und 26 verhafteten Schleppern im Bezirk festgestellt worden. 2021 steht man schon jetzt – nach zwei Monaten – bei über 400 aufgegriffenen Flüchtlingen und 7 verhafteten Schleppern bei über 60 Aufgriffen im Mittelburgenland. Diese Zahlen zeigen einerseits, dass der Migrationsdruck hoch ist, sprechen andererseits aber auch für die Arbeit von Polizei und Bundesheer in dem Bereich.