Ein wirklich „blöder Brauch“

Erstellt am 04. April 2018 | 03:33
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Michaela Grabner über das verfrühte Abfackeln von Osterfeuern in anderen Orten.

Ein Brauch, der zu Ostern vielerorts hochgehalten wird, ist der des Osterfeuers. Alle Jahre wieder kommt es aber vor, dass das eine oder andere Osterfeuer bereits vor der Osternacht brennt. Und in vielen Fällen ist der Grund dafür wohl darin zu suchen, dass es sich ebenfalls zu einem „Brauch“ entwickelt hat, in Ortschaften der Umgebung zu fahren und die dortigen Osterfeuer abzufackeln. Heuer brannten beispielsweise in Steinberg, Langeck und Klostermarienberg die Osterfeuer verfrüht. Während in Steinberg die Feuerwehr noch einen Teil des aufgebauten Holzes retten konnte, war in Langeck das Feuer, als die Wehr einschritt, schon zu weit niedergebrannt. Abgesehen davon, dass es beim unkontrollierten Abbrennen solcher Feuer zu weiterfolgenden Bränden kommen könnte, geht mit dem Holz auch sehr viel Arbeit in Flammen auf. Denn die Burschenschaften, Jugendvereine und anderen Veranstalter von Osterfeuern sind oft Wochen mit den Vorbereitungen beschäftigt und bauen sogar Türme oder wie die Stoober einen Plutzer aus Holz, damit gemeinsam Ostern gefeiert werden kann. Diese freiwillige Arbeit und Mühe mit einem Funken kaputt zu machen, ist ein echt „blöder Brauch“.