Arbeit hinter den Kulissen zählt. Josef Hauser über zwei verschiedene Ansätze der Kaderzusammenstellung im Amateurfußball.

Von Josef Hauser . Erstellt am 02. August 2017 (02:43)

Sigleß-Obmann Roman Hammerschmiedt bringt es mit seiner Aussage auf den Punkt: „Es gibt zwei Ansätze. Entweder man verpflichtet Top-Spieler, die Spiele entscheiden, oder man investiert in einen guten Trainer, der die Eigenen nach vorne bringt.“

Beide dieser Varianten sind in allen Fußball-Ligen des Landes oftmals zu finden. So auch in der 2. Klasse Mitte. Auf der einen Seite schickt sich der SC Unterrabnitz mit neun Legionären an, in die 1. Klasse Mitte zurückzukehren. Der SC Unterfrauenhaid, der ebenfalls den Wiederaufstieg schaffen will, wird mit seinen sieben ausländischen Verstärkungen dagegenhalten. Dagegen setzen Antau und Unterpullendorf vermehrt auf einheimische Spieler.

Doch sollte man nicht den Stab über die beiden Erstgenannten brechen. Sowohl Unterrabnitz als auch Unterfrauenhaid setzten in der Vergangenheit auch auf Eigenbauspieler. Doch wenn diese, wie im Falle der Unterrabnitzer, ihre Karriere beenden oder in höhere Ligen wechseln, steht bei kleinen Vereinen oft nicht gleich Nachschub parat. Der Ausweg sind dann eben Legionäre, um überhaupt den Trainings- und Meisterschaftsbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Entscheidend ist dann die Arbeit hinter den Kulissen. Denn auf lange Sicht ist eine Legionärs-Truppe freilich keine Lösung.