Diese Variante kommt in Mode

Josef Hauser über ein Vorstandskonstrukt mit mehreren Vereinsoberhäuptern.

Josef  Hauser
Josef Hauser Erstellt am 22. Februar 2017 | 10:10
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Mit seiner Generalversammlung reagierte Unterfrauenhaid auf die Bitte von Obmann Andreas Rozsenich, ihn aus privaten Gründen aus seinem Amt zu entlassen. Da der ehemalige Baumgarten-Kicker seine Funktionärskollegen schon früh mit seinen Rücktrittsplänen konfrontierte, hatten diese Zeit, um sich eine Strategie zurechtzulegen.

Dieser neue Weg wurde nun vorgestellt und von den Mitgliedern auch einstimmig angenommen. Die Idee von mehreren Obmännern, die sich die Verantwortung teilen, ist nicht neu in der Gruppe Mitte. Als Vorbild könnte hier durchaus Forchten-stein dienen, das von zwei Obmännern geführt wird. Oder auch Marz, wo nach Alois Taschner auf zwei Klubbosse „umgestellt“ wurde. Seitdem werden damit gute Erfahrungen gemacht.

Dieser Variante gehört die Zukunft. Viele Klubs haben Probleme auf der Suche nach alleinigen Vereinsoberhäuptern (siehe SC Wiesen), wenn sich ihre Obmänner zurückziehen. Mit der Aufteilung der Verantwortung wird die Hemmschwelle, sich dieses Ehrenamt „anzutun“, vielleicht etwas nach unten gesetzt.

Aber egal, ob mit einem, zwei oder gar drei Obmännern: Wichtig ist, dass mit dem SCU ein Traditionsklub nicht an der Funktionärshürde scheiterte. Und vielleicht dient man tatsächlich als weiteres Vorbild für Klubs, die ebenfalls mit Führungsproblemen kämpfen.