Doppel-Preis wird gerne bezahlt

Über Verzichte und Auflagen für die Tennisvereine.

Erstellt am 23. April 2020 | 01:17
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Hunderte Tennisbegeisterte im Burgenland hofften und wurden nicht enttäuscht. Ab 1. Mai lässt die Bundesregierung auch Hobbyspieler wieder auf die Plätze – freilich mit (strengen) Verhaltensregeln. Noch nicht ganz gesichert, aber mit guten Chancen, ist die Durchführung der Mannschaftsmeisterschaften.

Eine Arbeitsgruppe im Österreichischen Tennisverband (ÖTV) ist gerade dabei Corona-taugliche Abläufe für die Teambewerbe und Turniere zu erarbeiten. Es wird den Beteiligten wohl gelingen die politisch Verantwortlichen von der Machbarkeit zu überzeugen. Zu gering ist der Unterschied zwischen Meisterschaft und dem bloßen Miteinander-Spielen, wie es ab Mai erlaubt ist. Dass Zuseher draußen bleiben müssen, ist gerade im Tennis nur eine Randnotiz.

Auch vor der Corona-Krise verloren sich meist nur eine Handvoll Schaulustiger zu diesen Spielen. Große Abstände zwischen den Spielerbänken, mit Maske den Platz betreten und die Hände vor dem Spiel zu desinfizieren bedeuten zudem kaum einen Mehraufwand. Dass man direkt nach der Partie den Spielort verlassen muss und nicht mit der Mannschaft vor Ort mitfiebert, wird ebenfalls zu verkraften sein. Enorm abgehen wird allerdings das so beliebte Doppel. In Corona-Zeiten mit vielen Entbehrungen ist das aber der Preis, den die Akteure gerne bezahlen werden. Hauptsache, es wird gespielt.