Eine Chance, um dran zu bleiben. Über die Neuerungen bei den Minis im Nachwuchsfußball ab 2020/2021.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 13. November 2019 (02:39)

In den vergangenen Wochen stellte der Burgenländische Fußballverband (BFV) in drei Workshops die Pläne der Umwandlung von „Einsteigerturnieren“ in „Spielefeste“, ab der Saison 2020/2021, vor. In der U6 und in der U7 soll dann bei einem „Meisterschaftsspiel“ zweier Klubs auf mehreren Feldern Zwei gegen Zwei (U6) bzw. Drei gegen Drei (U7) gekickt werden. Spiele-Stationen für alle sollen das Event abrunden.

Die Reaktionen der Nachwuchsleiter und Trainer fiel unterschiedlich aus. Klar ist, dass eine Verringerung der Spieleranzahl bei gleichzeitiger Verkleinerung der Spielfeldmaße jedem Kind zwangsläufig mehr Ballkontakte beschert. Andererseits herrscht ob des definitiv erhöhten (personellen) Aufwands bei der neuen Version Verunsicherung hinsichtlich der Durchführbarkeit der Spielefeste.

Noch dazu, wo das bisherige Format gut funktionierte. Österreichs Fußball muss sich international nicht verstecken, Zukunftshoffnungen wurden auch trotz Fünfer-Fußballs erfolgreich. Und dennoch will man den Anschluss künftig nicht verlieren. Zahlreiche Studien in diversen Ländern kamen zu dem Schluss, dass der Zweier- und Dreierfußball der Entwicklung in den Altersklassen U6 und U7 eben am zuträglichsten ist. Daher verdient sich das gesamte „Projekt“ trotz all der Herausforderungen an Trainer und Vereine auch eine faire Chance.