Einsatz und Wille sind im Gepäck. Über die Entwicklung in Ritzing mit der Bestellung von Christopher Görz.

Von Michael Heger. Erstellt am 08. Mai 2019 (01:38)

In den vergangenen Jahr(zehnt)en war der SC Ritzing immer wieder für eine Schlagzeile gut. Ob positiver Natur mit Meistertiteln von der 2. Klasse bis hin zum Gewinn der Regionalliga Ost, ob negativer Natur mit verwehrten Bundesliga-Lizenzen und Insolvenz.

Unbestritten ist, dass der Klub aus der 870-Seelen-Gemeinde im Mittelburgenland polarisiert. Wesentlich beteiligt seit 1993: Harald Reiszner, der den Verein in der 2. Klasse Mitte übernahm und in der Folge gleichermaßen sämtliche Höhen wie Tiefen an vorderster Front beschritt. Nun will der 56-Jährige das Scheinwerferlicht verlassen und sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen.

Mit Christopher Görz holte der Klubboss (Obmann bleibt er sehr wohl) dafür einen neuen Mann an Bord, der einen Großteil seiner Aufgaben übernehmen soll. Görz war von Oktober 2017 bis März 2019 Obmann des SC Eisenstadt, maßgeblich an der „Wiederbelebung“ des SCE beteiligt und dabei medial mindestens so präsent wie sein neuer Verein. So wie Reiszner ist auch er ein Visionär, das neue Personalkonstrukt könnte also funktionieren. Die unmittelbaren Ziele sind hochgesteckt, unter anderem soll dem SC Ritzing ein Imagewandel verpasst werden – Stichwort Kontinuität und Regionalität. Görz wird dafür viel Pioniergeist und Einsatzwillen mitbringen müssen. Dass er dazu in der Lage ist, hat er bewiesen.