Noch fehlen die Erfahrungswerte. Michael Heger über das neue Transferfenster im Winter.

Von Michael Heger. Erstellt am 31. Januar 2018 (02:57)

Seit diesem Jahr haben Spieler und Vereine noch mehr Zeit zum „Nachdenken“. Das Winter-Transferfenster im österreichischen Fußball wurde sowohl für die Bundesliga, als auch für die Landesverbände statt vom 1. Jänner bis 31. Jänner auf 7. Jänner bis 6. Februar verschoben. Der einzige Unterschied ist, dass für die Bundesliga am 6. Februar um 17 Uhr Schluss ist, für die Amateurligen (wie gewohnt) erst um 24 Uhr.

Beschlossen wurde dies mit der Begründung, dass die Vereine damit länger auf Abgänge von Spielern reagieren können, was (ursprünglich im Profibereich) einen Wettbewerbsvorteil bringen soll. Der Verlauf der derzeitigen Transferzeit in den unteren Klassen zeigt, dass sich die Transferaktivitäten dadurch lediglich etwas nach hinten verschieben. Auch die Fülle an Vorbereitungsspielen, die es normalerweise um diese Zeit gab, ließ nach.

Man hat noch knapp eine Woche Zeit, Spieler zu testen, kurzfristige Abgänge oder verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Somit kann etwa in Oberpullendorf, wo recht spät Torhüter Patrick Buchegger abhanden kam und in Draßmarkt, wo sich Angreifer Zoltan Varga verabschiedete, noch Zeit verwendet werden, um geeigneten Ersatz zu finden. Am vorhandenen Markt ändert diese Tatsache trotzdem nichts. Ergo wird erst die Erfahrung zeigen, wie vorteilhaft die neue Regelung tatsächlich ist.