„Projekt Ritzing“ gescheitert?

Michael Heger über den Lizenz-Rückzug des SC Ritzing und die möglicherweise großen Folgen.

Michael Heger
Michael Heger Erstellt am 26. April 2017 | 02:15
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Aufgrund der fehlenden Bereitschaft anderer Regionalliga-Vereine, ein Jahr vor der Bundesliga-Reform aufzusteigen, wäre der Weg für den SC Ritzing frei gewesen. Trotz zuletzt sportlich etwas schwächerer Leistungen, war man fast schon durch. Wäre. Wieder einmal erwies sich das Lizenzierungsverfahren der Bundesliga als unüberwindliche Hürde für die Verantwortlichen bei den Mittelburgenländern. Das neuerliche Scheitern vor der Lizenzierungskommission wirft für die Zukunft einige Fragen auf.

Trainer Stefan Rapp zog bereits die Konsequenzen und trat aus Mangel an Perspektiven zurück, auch sollen beim Verbleib in der Regionalliga viele Spielverträge auslaufen. Daher scheint es aktuell so, als könnte der stärkste Verein im Bezirk in Zukunft keine Rolle im Aufstiegsrennen der Regionalliga Ost spielen.

Doch Klubchef Harald Reiszner gibt sich, trotz neuerlichem Scheiterns in Sachen Lizenz, weiter kämpferisch. Er möchte die Ligareform nach der kommenden Saison nutzen, um endlich seinen Traum von der Bundesligazugehörigkeit verwirklichen zu können.

Dann werden die Auflagen, an denen der Verein zuletzt immer wieder scheiterte, aufgelockert. Bleibt zu hoffen, dass die Risse im Klub nicht zu groß sind, um auch eine erfolgreiche Mannschaft dafür zusammenstellen zu können.