Ritzing: Jetzt lasst auch Taten sehen. David Hellmann über den „neuen“ SC Ritzing und sein Projekt, das in der 2. Liga Mitte beginnt.

Von David Hellmann. Erstellt am 12. Juli 2017 (02:19)

Nichts steht wohl sinnbildlicher für die letzten 15 Jahre des SC Ritzing als die Worte von Klubboss Harald Reiszner vor mehr als zehn Jahren auf der vereinseigenen Weihnachtsfeier: Ritzing, wo Träume niemals enden. Aber genau darin lag bisher eben auch das Problem. Es blieb immer nur bei den Träumen. Nun will man einen neuen Anlauf nehmen. Und der soll, wenn man den Worten des neuen (sportlichen) Hauptverantwortlichen, Mario Posch, Glauben schenkt, dieses Mal etwas anders vonstattengehen.

Wenn man sich mit Posch unterhält, bekommt man recht rasch den Eindruck, dass hier ein Mann am Werk ist, der etwas kreieren möchte und auch mit sehr viel Engagement dabei ist. Die Pläne sind groß: Man möchte sich öffnen, auf Vereine in der Umgebung zugehen, Schulen Kooperationen anbieten. Hört sich alles gut an. Die Frage ist nur, ob Posch dabei nicht den Gegenwind unterschätzt. Ritzing ist für viele Vereine und Spieler ein rotes Tuch. Es wurde in den letzten 15 Jahren sehr viel Kredit verspielt.

Posch sagt richtigerweise auch: „Wir können viel erzählen, definieren müssen wir uns aber über unsere Arbeit.“ Und so wird es auch sein. Große Töne wurden im Sonnenseestadion schon seit Jahren gespuckt. Jetzt lasst auch endlich Taten sehen. Sonst enden die Träume tatsächlich nie.