Verzichten liegt derzeit im Trend

Michael Heger über den möglichen Aufstiegsverzicht des SC Nikitsch.

Michael Heger
Michael Heger Erstellt am 07. Juni 2017 | 02:35
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Das Beispiel Eberau aus dem Vorjahr macht (scheinbar) Schule. Auch in diesem Jahr verzichteten die BVZ Burgenlandliga-Vereine auf einen Fix-Aufsteiger in die Regionalliga Ost. Einzig die Mattersburg Amateure sind aufstiegswillig, müssen aber in die Relegation gegen die SKN Juniors. Obwohl der Burgenländische Fußballverband mit einer Verpflichtung zur Einreichung eines Aufstiegsverzichts bis 20. Mai entgegensteuern wollte, könnte jetzt auch im Bezirk Oberpullendorf ein solcher nachträglicher Verzicht Realität werden.

Beim SC Nikitsch ist man sich intern nicht einig, ob man den Gang in die 2. Liga Mitte antreten soll. In einer eigenen Vorstandssitzung soll nun entschieden werden, wie vorgegangen wird – nicht ganz nachvollziehbar, weil ja von vornherein bekannt war, dass der zweite Platz zum Aufstieg berechtigt. Man hätte sich auch sportlich von der „Aufstiegspflicht“ befreien können, um dieses Szenario zu vermeiden.

Natürlich wissen die Vereine selbst am besten, was für sie wirtschaftlich – in einer ohnehin schwierigen Zeit – das Optimum ist, auf der anderen Seite wird der sportliche Wettkampf über ein ganzes Jahr in Frage gestellt. Nicht zu vergessen: Auch für die Spieler kann es nicht die Erfüllung sein, nach einer sportlich erfolgreichen Saison, die Früchte dafür nicht ernten zu dürfen.