Wenig Zeit, aber sehr viel Qualität

Michael Heger über das Trainer-Thema bei Oberpetersdorf/ Schwarzenbach.

Michael Heger
Michael Heger Erstellt am 07. März 2018 | 08:46
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Wie groß war doch die Aufregung nach dem zeitnahen Engagement von Peter Stöger bei Borussia Dortmund, nur wenige Tage nach seinem Aus beim 1. FC Köln. Von „Verrat“ war da mancherorts die Rede. Bei Stöger dauerte es gut eine Woche, bis er einen neuen Job hatte. Im Amateurbereich geht das scheinbar noch viel schneller.

Völlig überraschend (zumindest für Außenstehende) wurde vor etwas mehr als zwei Wochen der Rücktritt von Kurt Jusits als Trainer von 2. Liga Mitte-Tabellenführer FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach bekannt, ehe nur einen Tag später vermeldet wurde, dass dieser im Frühjahr den abstiegsbedrohten Wiener Stadtligisten Ostbahn XI betreuen würde.

Und Jusits’ Ex-Team? Das war wie Bundesliga-Winterkönig Sturm Graz (nach dem Wechsel von Franco Foda zum ÖFB) gezwungen, als Führender einen neuen Trainer ins Boot zu holen. Bei Sturm hatte Neo-Coach Heiko Vogel die gesamte Vorbereitung Zeit. Trotzdem kamen die Grazer schwach aus den Startlöchern und liegen mittlerweile deutlich hinter Topfavorit Salzburg zurück.

Bei der FSG sprang nun Josef Degeorgi als Coach ein. Er hat zwar wenig(er) Zeit, aber den eindeutig besten Kader der Liga zur Verfügung. Genau diese Qualität sollte am Ende auch reichen, um die Spitzenposition zu behaupten.