Oberpullendorf: Neue Erstaufnahme und neues Labor. 1,5 Millionen Euro wurden investiert, unter anderem in ein neues Labor fürs Kinderwunschzentrum und die Augentagesklinik.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Dezember 2017 (05:57)
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In der neuen Ambulanz: Manfred Degendorfer, Karl Helm, Herbert Tillhof, Norbert Darabos, Alfred Peterszel und Theresia Stifter.

Zusätzlich zum Jahresbudget von knapp 30 Millionen Euro wurden heuer 1,5 Millionen Euro für drei große Projekte im Krankenhaus investiert. „Diese Gelder bringen eine gesundheitspolitsche Verbesserung für die Menschen, aber auch einen wirtschaftspolitischen Nutzen für die Region“, betont Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.

Allein 650.000 Euro flossen in die Schaffung einer ambulanten Erstversorgungseinheit durch einen Zubau im Bereich der chirurgischen Ambulanz. Diese neue Ambulanz-Räume gehen diese Woche in Betrieb. Drei Untersuchungsräume samt Lager- und Sanitärbereiche wurden errichtet. Durch die räumliche Nähe der beiden Ambulanzen erhofft man sich Erleichterungen für das ärztliche Personal und das Pflegepersonal.

Neue Ambulanz soll Wartezeiten verkürzen

Andererseits erwartet man sich durch die zentrale Anlaufstelle für Akut-Patienten und somit der Trennung von Patienten mit Terminen für Spezialambulanzen auch Vorteile für diese. „Dadurch können Wartezeiten verkürzt werden und es wird ein besserer Behandlungsablauf möglich“, so Darabos.

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Im neuen Labor: Dagmar Czmaidalka, Leiter Oberarzt Peter Bauer, Andrea Binder, Kerstin Treidt und Primar Martin Fabsits.

Ein neues Labor für die In-Vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) hat das Kinderwunschzentrum im Bereich des ehemaligen Gynäkologie-Operationssaals bekommen. Im Jahr 2016 wurden 150 Punktionen, im Jahr 2017 bis Oktober 125 durchgeführt. Im Jahr 2015 wurden 40 Prozent aller Mütter schwanger, 2016 waren es 35 Prozent.

Eine Erfolgsquote, die nicht nur Gynäkolgie-Primar Martin Fabsits stolz macht. „Das ist eine international sehenswerte Erfolgsquote, damit spielen wir international in der Oberliga mit“, so Karl Helm, interimistischer Geschäftsführer der KRAGES.

Neu organisiert wurde die Augentagesklinik, die einen eigenen Raum für Laserbehandlungen dazubekommen hat. Laut Ärztlichem Direktor Herbert Tillhof wurde die Zahl der Augenärzte von zwei auf fünf erhöht, wodurch man auch die Kataraktoperationen um 85 Prozent steigern konnte. Waren es im Vorjahr 495, so werden es heuer mit Jahresende 917 sein.