Ernst Möderl: Seit 24 Jahren Weinritter. Der Deutschkreutzer Weinritter Ernst Möderl interessiert sich neben Wein auch für die Fotografie sowie für Basketball und Golfen.

Von Kim Roznyak. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:01)
Roznyak
Stolz auf seine große Weinsammlung. Ernst Möderl sammelt seit 1990 edle Tropfen. Hauptsächlich österreichische Weine finden sich in seinem Weinkeller wieder.

Wenn man an die Weinritterschaft im Burgenland denkt, fällt einem sofort der Name Ernst Möderl ein. Möderl, der sich seit vergangener Woche, als rechte Hand des Konsuls, als Senator titus Vizekonsul, bezeichnen darf, kam im Jahr 1995 in die Weinritterschaft und zählt bereits zum inneren Kreis. „In die Weinritterschaft kann man nicht einfach eintreten. Man muss von Mitgliedern gefragt werden, ob man dazu gehen will und man braucht einen Bürgen.

Ich wurde damals von Prälat Alfred Zistler und Franz Drescher sen., der auch Gründungsmitglied der Weinritterschaft Burgenland ist, gefragt und sie bürgten für mich“, erinnert sich Möderl zurück. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Vertretung des Konsuls bei Ritterfesten, die Abhaltung diverser Veranstaltungen sowie Festansprachen. Und als Weinritter hegt man natürlich auch eine Leidenschaft für edle Tropfen. So sammelt Möderl diese seit 1990 in seinem Weinkeller, vor allem österreichische Weine.

Bundesliga im Basketball bestritten

Neben seiner Liebe zum Wein war Möderls jahrelang erfolgreicher Basketballspieler. Als Jugendlicher startete er seine Karriere in seiner Heimatgemeinde Deutschkreutz. Nach einem Abstecher im Eisenstädter Basketballteam, wo er auch Landesmeister wurde, ging es weiter nach Klagenfurt. Möderl spielte dort in der Bundesliga und war auch Teammitglied der Nationalmannschaft. „Ich habe zwölf Jahre lang als einziger Burgenländer in der Bundesliga in Klagenfurt gespielt und war auch Kapitän. Noch heute bin ich Ehrenkapitän in Klagenfurt“, erzählt der Deutschkreutzer.

Den Abschluss seiner Basketballkarriere als Spieler durchlief Möderl dann in Mattersburg. Anschließend kam er zurück nach Deutschkreutz und trainierte dort eine Basketballmannschaft. Noch heute spielt Möderl ein Mal pro Woche Basketball in einem 60Plus-Team.

„Als ich nach Deutschkreutz zurückkam, hatte ich so viel Zeit, dass ich in die Politik einstieg“, so Möderl. Er war vier Jahre lang Vizebürgermeister und anschließend sechs Jahre Bürgermeister. „Das Bürgermeistersein hat mir sehr viel Zeit und Leben gekostet. Jedoch war ich nie vom Bürgermeisterjob finanziell abhängig, da ich als Verkaufsleiter eines Elektrogroßhandels arbeitete. In meiner Zeit als Bürgermeister war ich vormittags in der Gemeinde und nachmittags fuhr ich in die Arbeit. Jedoch ohne meine Frau hätte ich meinen gesamten Lebensweg nicht so gehen können“, so Möderl. Er übte seinen Job als Bürgermeister sehr gerne aus.

„Die Freizeit war jedoch sehr knapp bemessen“

„Die Freizeit war jedoch sehr knapp bemessen“, fügt Möderl hinzu. Neben der Liebe zum Wein und dem Basketball geht der Deutschkreutzer auch oft Golfen, aber auch die Fotografie hat es ihm sehr angetan. Im Jahr 1990 gründete Möderl in Deutschkreutz einen Foto- und Videoklub, welcher nächstes Jahr seinen 30. Geburtstag mit einer besonderen Ausstellung feiern wird.

„Früher habe ich am liebsten Models fotografiert. Ich habe auch viele Hochzeiten sowie verschiedene Veranstaltungen fotografiert. Heute fotografiere ich alles, was mir vor die Linse kommt. Der Fotoclub war auch heuer schon zwei Mal in Venedig, um Masken, den Canale Grande oder Häuser zu fotografieren. Zu diesem Thema wird es auch heuer noch eine Ausstellung geben, wo wir unsere Ergebnisse präsentieren werden“, erklärt Möderl abschließend.