Harald Heidelberger ist Bademeister mit Leib und Seele. Harald Heidelberger schupft seit acht Jahren das Schwimmbad in Deutschkreutz.

Von Kim Roznyak. Erstellt am 19. Juni 2019 (04:00)
Hat das gesamte Badegelände genau im Blick. Der Deutschkreutzer Harald Heidelberger ist seit acht Jahren Bademeister.
Roznyak

Durch Zufall kam Harald Heidelberger zu seinem jetzigen Job als Bademeister. „Ich habe mich damals für einen anderen Job in der Gemeinde beworben. Und dann wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Bademeister zu werden. Mein Vorgänger Erhard Glöckl redete mir gut zu und meinte, wir schaffen das“, schildert Heidelberger.

Mehr als nur am Beckenrand stehen

Und nun ist Heidelberger bereits seit acht Jahren in seinem Job tätig. Er verbringt von Mai bis September sieben Tage die Woche im Deutschkreutzer Schwimmbad. Sein Arbeitstag startet bereits um sechs Uhr früh. „Mein Team und ich haben drei Stunden Zeit, um das Schwimmbad wieder auf Vordermann zu bringen, bevor die ersten Badegäste um 9 Uhr eintrudeln. Ich halte viel darauf, dass die Anlage gepflegt und sauber ist“, so Heidelberger.

Anschließend ist er für die Aufsicht im Schwimmbad zuständig, damit so ein Badetag auch ruhig ablaufen kann. Immerhin befinden sich an Spitzentagen bis zu 1.200 Gäste im Schwimmbad. „Vor dem Ertrinken musste ich zum Glück noch keinen retten, aber außerhalb der Becken passieren schon zahlreiche Unfälle“, schildert der Deutschkreutzer.

Von der Brücke aus hat er den besten Blick über das ein Hektar große Schwimmbadgelände. Damit Heidelberger auch unter den Badegästen auffällt, ist es Pflicht ein T-Shirt zu tragen und er hat immer seine Sonnenbrille auf. „Die Sonnenbrille gebe ich nur beim Schlafen runter“, schmunzerlt Heidelberger. Wenn dem Bademeister mal doch zu heiß ist, kühlt er sich in seinem Bademeisterzimmer mit einem frischen Mineral Zitron ab oder hält seinen Kopf unter die Duschbrause.

Immer ein offenes Ohr für alle Badegäste

Im Sommer könnte er sich keinen besseren Job vorstellen. „Ich passe auf ein super Gelände und tolle Badegäste auf. Die Gäste kommen mit allem zu mir, sie vertrauen sich mir an. Natürlich habe ich immer ein offenes Ohr für sie, aber mit einem Auge habe ich das Bad trotzdem immer im Blickwinkel“, erklärt Heidelberger. Durch seinen Job lernt er auch die unterschiedlichsten Leute kennen.

„Mein Vorgänger Erhard Glöckl war mein Lehrmeister und er hilft mir heute noch. Ohne ihn hätten wir das Bad sicher schon zusperren können“, erklärt Heidelberger. Für den Job als Bademeister muss er nicht nur geistig, sondern auch körperlich fit sein. Regelmäßiges Radfahren, Liegestütze und Sit-Ups stehen dabei am Programm. Natürlich schwimmt er auch zwei Mal zehn Längen pro Woche.

Körperliche Fitness als Grundvorraussetzung für den Job

„Am Ende der Saison findet eine Jahresendfeier mit treuen Badegästen statt. Da wird dann gegessen und getrunken und zum Abschluss springen wir alle ins Wasser. Es ist schön, wenn die Leute sich schon auf die nächste Saison freuen“, so Heidelberger.

Den ganzen Sommer lang ist Heidelberger für das Schwimmbad verantwortlich, in seiner Freizeit liebt er es zu entspannen. „Außerhalb der Badesaison fahre ich gerne mit meiner Frau Anita in unser Haus nach Ungarn. Dort gehe ich mit meinem Schwager jagen oder nutze die schönen Radwege. Ich bin sehr gerne in der Natur und liebe Spaziergänge mit meinem Hund. Wir marschieren jeden Tag zwischen fünf und sechs Kilometer“, schildert Heidelberger. Aber er erkundet auch gerne Österreich mit seiner Frau, wo dann meistens ein ihnen unbekanntes Lokal ausgesucht wird, um gut zu essen.