Kerstin Kovacs erfüllt süße Mehlspeisen-Wünsche

Kerstin Kovacs machte sich mit „Kerstins Backstube“ selbstständig und erfüllt jeden süßen Wunsch.

Erstellt am 29. Mai 2019 | 04:08
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Kerstin Kovacs
Bäckt leidenschaftlich. Mit „Kerstins Backstube“ hat sich Kerstin Kovacs selbstständig gemacht. Für den Interview-Termin mit der BVZ kreierte sie eine BVZ-Schokoladentorte.
Foto: Roznyak

Durch Zufall verfiel Kerstin Kovacs den süßen Mehlspeisen. Als sie ihre Lehre zur Köchin im Hotel Sonnenpark in Lutzmannsburg absolvierte, wurde sie in der Pâtisserie eingesetzt, da Not am Mann herrschte. Die Deutschkreutzerin buk schon früher gern mit ihrer Oma und ihrer Mama. „Damals war mir jedoch noch nicht der Unterschied zwischen kochen und backen so klar. In der Pâtisserie zu arbeiten ist definitiv die schönere Arbeit als Koch“, erklärt Kovacs.

"In der Pâtisserie zu arbeiten ist definitiv die schönere Arbeit als Koch“

Nach ihrer Koch-Lehre machte sie die Ausbildung zur Konditorin in Mattersburg. In einem Hotel in Tirol konnte sie nach der Ausbildung vier Monate lang Praxis sammeln.

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Im Jahr 2013 kam Kovacs zurück nach Deutschkreutz. „Ich fing in der Vinothek an zu arbeiten und sah mich schon nach einem Konditor-Meisterkurs um, welchen ich im Juli 2016 abschloss. Im August meldete ich mein Gewerbe an und seither bin ich mit ‚Kerstins Backstube‘ selbstständig“, so Kovacs. Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte Kovacs, da sie nicht in Wien arbeiten wollte und Jobangebote als Konditorin im Bezirk sehr gering sind. Die klassische Mehlspeisen wie Torten oder Schnitten hat Kovacs am liebsten, jedoch erfüllt sie natürlich jeden süßen Wunsch auf Bestellung.

„Privat backe ich eigentlich nur, wenn ich etwas Neues ausprobieren will. Das Verkosten der neuen Kreationen übernehmen aber Familie und Freunde“, schmunzelt Kovacs.

„Privat backe ich eigentlich nur, wenn ich etwas Neues ausprobieren will"

Für eine klassische Torte, wie zum Beispiel eine Sachertorte steht Kovacs zirka zweieinhalb Stunden in ihrer Backstube. Der ausgefallenste Wunsch war bisher eine Torte in Form einer Zigarettenschachtel. Kovacs fotografiert ihre Mehlspeisen und stellt sie auf Facebook, damit sich die Kunden inspirieren lassen können. „Ich schaue aber auch, dass ich unter Leute komme, um meine Mehlspeisen zu präsentieren.

Ein großer Wunsch ist es, ein Café mit Konditorei in Deutschkreutz zu eröffnen. Eine klassische Konditorei inklusive Backstube, wo die Gäste Kaffee trinken und meine Mehlspeisen genießen können, wäre mein Traum. Der Geruch der Backstube soll die künftigen Gäste zum Verkosten anlocken“, schildert Kovacs. Nicht nur Süßes bietet Kovacs, auch pikante Speisen wie die echten Deutschkreutzer Salzstangerl oder Grammelpogatscherl zaubert sie in ihrer Backstube.

„Ich war heuer auch am Burgenland Kultinarium in Wien vertreten. Die Wiener zeigten sich begeistert von meiner Hochzeitsmehlspeise“, schildert die Deutschkreutzerin.

Hund und Feuerwehr als Ausgleich zur Arbeit

Bei der Feuerwehr ist Kovacs eigentlich schon immer, da ihr Papa jahrelang Feuerwehrkommandant war. Offiziell startete sie natürlich mit der Feuerwehrjugend. „Ich habe schon immer viel Zeit im Feuerwehrhaus verbracht und verbringe auch gerne meine Zeit dort“, so Kovacs.

Und weiter: „Wenn ich etwas ins Rohr schiebe, kann man sich sicher sein, dass ich zu einem Feuerwehreinsatz gerufen werde. Ich bitte dann immer meine Mama auf die Mehlspeisen im Rohr zu achten, damit ich zum Einsatz ausrücken kann. Wenn ich eine neue Kreation im Rohr habe, hole ich diese dann nach dem Einsatz und bringe sie zur Feuerwehr — ich werde auch von meinen Feuerwehrkollegen Feuerwehrbäckerin genannt.“

Im Vorjahr schaffte sich Kovacs Bernersennen-Hündin Stella an. „Wir besuchen jede Woche die Hundeschule. Sie ist ein guter Ausgleich zu meiner Arbeit als Konditorin sowie Mitarbeiterin in der Gebietsvinothek, wo ich für den Weinverkauf zuständig bin“, so Kovacs. Außerdem besucht Kovacs gerne ihr Freunde aus der Partnergemeinde Wetter. „Ich bin sicher zwei Mal im Jahr dort. Im Vorjahr habe ich eine Torte für eine Hochzeit in Wetter gebacken.“