Rene Artner und Andre Pogatsch sind Freunde fürs Leben. Die beiden besten Freunde Rene Artner und Andre Pogatsch „schupfen“ das Girmer Dorffest.

Von Kim Roznyak. Erstellt am 31. Juli 2019 (04:11)
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Rene Artner und Andre Pogatsch
Zurück zum Ursprung. Dort, wo die Idee für das Girmer Dorffest entstand, und zwar auf der Dorfbank, ließen sich die beiden besten Freunde Rene Artner und Andre Pogatsch auch fotografieren. Gemeinsam organisieren sie heute das Dorffest, welches am kommenden Freitag in der oberen Girmerstraße über die Bühne gehen wird.
Roznyak

Was vor Jahren beim Sitzen auf einer Girmer Dorfbank entstand, ist heute vom Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist vom Girmer Dorffest. Denn am 2. August (19 Uhr) geht dieses Dorffest bereits zum 27. Mal in der oberen Girmerstraße über die Bühne. Veranstalter ist die katholische Jugend Girm, die zurzeit vom Duo Rene Artner und Andre Pogatsch geleitet wird. „In Deutschkreutz gab es immer Gassenfeste und so etwas wollten die Girmer auch. Jedoch entstand statt einem Gassenfest unser Dorffest.

„Ganz Girm unterstützt uns bei unserem Dorffest"

Das erste Fest war eine Schnellschussaktion, mit den Jahren ist das Dorffest aber gewachsen“, schildern Obmann Artner und sein Stellvertreter Pogatsch. Die Vorbereitungen für das Dorffest sind bereits am Laufen. Die Einladungen wurden an alle Girmer Haushalte ausgetragen. Am Veranstaltungstag selbst startet der richtige Aufbau, welcher dann nahtlos in das Fest übergeht. Auch heuer ist wieder reichlich für Speis und Trank gesorgt. Spanferkel, Leberkässemmeln, Grillwürstl und selbst gemachte Salzstangerl werden den Gästen kredenzt. Neu heuer ist, dass es zu den Salzstangerln auch Aufstriche geben wird.

„Ganz Girm unterstützt uns bei unserem Dorffest. Vor allem werden wir Jahr für Jahr mit den besten Salzstangerln von den Bewohnern beliefert“, so die Beiden. Für Musik sorgt auch heuer wieder eine zusammengewürfelte Partie aus befreundeten Musikanten. „Sie bieten den Gästen Schmankerl der Böhmisch-Mährischen Blasmusik und spielen für Speis und Trank“, schildert Artner.

Falls es am kommenden Freitag schütten sollte, wird das Fest auf den 4. August (11 Uhr) verschoben. „Bis jetzt mussten wir das Dorffest aber noch nicht verschieben“, fügten die Beiden hinzu. Der Reinerlös des Girmer Dorffestes kommt jedes Jahr einem wohltätigen Zweck zugute. „Großteils bleibt das Geld in der Region, aber wir haben auch schon das St. Anna Kinderspital sowie die Renovierung des Kriegerdenkmals unterstützt“, so Pogatsch. Die Erlöse aus 2018 und 2019 sollen wieder nach Girm fließen, Genaueres durften die beiden Burschen aber noch nicht verraten.

Von Kindesbeinen an befreundet

Nicht nur die Leitung der katholischen Jugend Girm verbindet die beiden jungen Männer. Denn sie sind von Kindesbeinen an sehr gut befreundet. „Wir besuchten gemeinsam den Kindergarten, die Volksschule, die Hauptschule und die HTL — wir haben uns sozusagen die ersten 20 Jahre unseres Lebens jeden Tag gesehen“, so Artner und Pogatsch. Beide zog es nun beruflich nach Wien und selbst da sind sie nicht weit voneinander entfernt.

„Unsere Wohnungen liegen zehn Minuten Fußweg voneinander weg, aber rein zufällig“, schmunzeln die Beiden. Artners große Leidenschaft ist die Feuerwehr. Er ist ein aktives Mitglied, als Gruppenkommandant tätig und bei vielen Übungen dabei. „Nach unserem Dorffest geht es gleich mit dem ‚Wehr rockt‘ weiter, welches am nächsten Tag über die Bühne geht“, so Artner.

Pogatsch gefällt das „Musi spielen“. Er selbst ist Schlagzeuger und spielt beim Musikverein Deutschkreutz mit. „Ich gehe aber gerne mit meinen Freunden fort bzw. verbringe viel Zeit mit ihnen“, schildert Pogatsch. Neben der Katholischen Jugend Girm und der seit Kindesbeinen bestehenden Freundschaft verbindet die Beiden noch ein weiterer Verein und zwar „Die Adler“. „Bei den Adlern ist es umgekehrt. Da bin ich der Obmann und Rene mein Stellvertreter“, so Pogatsch. Die Adler veranstalteten jedes Jahr zu Halloween die bereits legendäre Börsenparty im Winzerkeller.