Maßnahmen gegen Schweinepest: Mehr Schwarzwild erlegt. Um die drohende Schweinepest hintanzuhalten, haben die Jäger im Bezirk im Vorjahr um 824 Wildschweine mehr erlegt als noch im Jahr 2018.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. März 2020 (04:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild
SVshot/Shutterstock.com

Vor Kurzem fand in Lackenbach der Bezirksjagdtag statt. Die Jäger und Jägerinnen des Bezirkes trafen sich im Gasthaus Stocker, um Bilanz über das Jagdjahr 2019 zu ziehen. So konnte der Abschussplan im Bezirk beim Rotwild zu fast 98 Prozent (mit Fallwild) erreicht werden und beim Rehwild zu 94 Prozent (mit Fallwild). Auch die Anzahl des erlegten Schwarzwildes im Bezirk war im Vergleich zu 2018 gestiegen – von 2.484 auf 3.308. Der Bezirk Oberpullendorf ist damit aufgrund seines Waldreichtums Spitzenreiter im Land. Burgenlandweit fand hier eine Steigerung von fast 56 Prozent statt. Das ist notwendig, um einen Beitrag zur Hintanhaltung der Schweinepest beizutragen.

BVZ

„Aktuell gibt es in Österreich keinen Fall der Afrikanischer Schweinepest, aber sie rückt näher“, erklärt Bezirksjägermeister Herbert Pfeiffer. „Die nächsten Fälle sind in der östlichen Slowakei und in Ungarn, im Raum Budapest bekannt.“ Die Krankheit ist für den Menschen und für andere Tierarten ungefährlich, lediglich Wild- und Hausschweine können daran erkranken. „Uns ist auch kein Fall bekannt, bei dem die Krankheit durch Tiere verschleppt worden ist. Es sind für gewöhnlich Menschen, die den Erreger der Schweinepest verbreiten, beispielsweise durch Schmutz an ihren Schuhen oder Transit- und Warenverkehr“, so Pfeiffer.

Wenn die Krankheit kommt, müsse man lernen, damit zu leben, so die einhellige Conclusio vom Bezirksjagdtag.

b